‘Township Funk’ von DJ Mujava ist der Track gewesen, der es 2008 auf House, HipHop und Techno Tanzfächen gleichermaßen geschafft hat. Berechtigterweise. Die Remixe zu solchen Überhits werden oft nur langweilige Abklatsch-Versionen.
Nicht so der Re-Edit von Radioclit, der die Rohheit des Kwaito-Krachers mit Großstadt-Dschungel-Drums kreuzt. Ohne Verluste bei Tanzbarkeit oder billige Genre-Copy-Paste-Hascherei ist dies der gelungenste Remix in einer langen und prominenten Liste anderer Versuche (Diplo, Boy 8 Bit, Sinden, Skream…)
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One year ago on 10th of August 2008 the late great Isaac Hayes died.
Listening back to this tribute mix from Mirko Machine the other day, made me realize again how much Funk and Soul this man has blessed us with. It’s the best stuff he has written, produced and sang in a 60 min mix ‘cut up the hiphop way’.
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Rocko Schamoni beschreibt sehr treffend – aus seinem subkulturellen Hohepriester-Jagdsitz aka. dem Dachgeschoss des Golden Pudel Club heraus - welchem Tier der Stadteil Sankt Pauli immer stärker ähnelt:
“Sankt Pauli ist die Abmelkzentrale Hamburgs”. (Nutz-Kuh)
In die Ecke gedrängt von Verdränungs- und Stadtentwicklungsprozessen à la Brauquatier, SAGA-Wohnungsvergabepolitik, Tanzende Türme und Schlagermove kann man sich schon machmal machtlos fühlen, doch da bietet nun das Abwertungskit die Möglichkeit endlich wieder selber etwas zu bewirken:
Der beste Humor hat ja oft einen ernsten Hintergrund. Und so läuft dieser schöne Beitrag als Vorfilm zu ‘Empire St. Pauli’. Der liebevoll gemachte und nur-ein-bißchen-polemisierende Film, der den Gentrifizierungs-Prozess in Sankt Pauli gründlich dokumentiert, bietet einige erhellende Einsichten, wie das obige Schamoni Zitat. Lohnt sich definitiv anzugucken, wenn noch nicht getan (Vorführungstermine).
Der Druck im Euter in Sankt Pauli ist nun besonders stark, oder wie es der Hotelmanager des Riverside nennt: “Es handelt sich um eine Sahne-Lage”. Aber eigentlich ist das was dort stattfindet nur ein anschlauliches Beispiel für die Mechanismen von Gentrifikationsprozesse allgemein. Der städtische und privat-wirtschaftliche Trieb zur Zitze wird dabei stets von einem bestimmten ‘Flair’ getrieben: ’sündige Reeperbahn’ (St. Pauli), ‘Alternativ-Szene’ (Schanze), ’studentische 68er Besetzer’ (Eppendorf / 1970er Jahre), ‘Multi-Kulti-Authentizität’ (Wilhelmsburg / Zukunft / ‘vielleicht’). Als Beispiel für die lebendige und aufregende Unterhaltungskultur der Reeperbahn verweist man im Riverside Hotel dann auch sehr gerne auf die Kneipe ‘Scharfe Ecke’ direkt gegenüber der Lobby. Domestizierte Authentizität, die in den Reiseführer passt und nicht zu weit entfernt von der eigenen Rezeption ist. Wirklich aufregend.
Wen jetzt noch nicht die digitale Unruhe gepackt hat (ja ich weiß Blog Beiträge gehören kürzer und mit mehr Fotos), dem erzählen wir noch was das mit Kulturmachern wie dem Haus 73 zu tun hat und fassen die recht erbitterte Diskussion der letzten Wochen zwischen Pferdestall GmbH (Betreiber u.a. des Haus 73) und Centro Sociale zusammen.
