Samstag, 21. November 2009

Kommentar: Leufhana – Harvard in der Heide

Es bewegt sich was an den Unis weltweit. Auch an der Universität Lüneburg gibt es gute Gründe für eine offene, transparente und kritische Diskussion. Zur laufenden Besetzung des Hörsaal 1 gibt es auch ein Blog mit aktuellen Infos.

die neuen Begrüßungstaschen für alle Exzellenz Studenten sind da!

Da wird nämlich nach außen hin eine Ausbildungsmarke mit mindestens deutschlandweiter Strahlkraft kommuniziert (totale Rebellionskunst inklusive), während intern demokratische Mitbestimmungsrechte systematisch abgebaut werden. Studenten, Dozenten und Mitarbeiter sollen unbedingt mal ihre Ansichten äußern und am Ende “bündelt der Präsident dann die Meinungen”. Der selbe Präsident stellt den besetzten Hörsaal zur Verfügung und findet es “gut, dass die Studenten sich mit Bildung auseinandersetzen”. Diese wackere Wertschätzung studentischer Diskussion, verkündet er anlässlich seines “Spontanbesuchs” im besetzen Hörsaal 1, den er vorher nur den Mitarbeitern der Lüneburger Landeszeitung ankündigte.

Gut gemacht. Zumindest die Exzellenz-Initiative blumige Medienkommunikation, Pseudo-Mitbestimmung und Vereinahmung von Protesten hat die Leuphana Universität schonmal haushoch gewonnen! Lehre, kritische Wissenschaft, Forschung und Partizipation kommen dann später.

Höchste Zeit die schöne, bunte Ausbildungsmarke zu hinterfragen und zu zeigen was allzu oft dahintersteckt.

via www.hoersaal1lg.tk

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1 Kommentar zu “Kommentar: Leufhana – Harvard in der Heide”

  1. “[...] stellt den besetzten Hörsaal zur Verfügung.” – Dieses ständige Solidarisieren mit gegnerischen Positionen, wie man es sich von den Großen in der Politik abgeschaut hat, geht mit so was von auf die Nerven. Der Protest wird unterwandert, was auch dieses Statement beweist: “[...], gut, dass die Studenten sich mit Bildung auseinandersetzen.” – Ein neuer Versuch alles zu absorbieren mit dem Ergebnis, dass am Ende rein gar nichts passieren wird. Unser Präsidium geht da völlig konform mit der Strategie der politischen Führung dieses Landes. Im Nest hocken bleiben und alles aussitzen. Mal sehen wer am Ende die dickeren Eier hat.

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