‘Township Funk’ von DJ Mujava ist der Track gewesen, der es 2008 auf House, HipHop und Techno Tanzfächen gleichermaßen geschafft hat. Berechtigterweise. Die Remixe zu solchen Überhits werden oft nur langweilige Abklatsch-Versionen.
Nicht so der Re-Edit von Radioclit, der die Rohheit des Kwaito-Krachers mit Großstadt-Dschungel-Drums kreuzt. Ohne Verluste bei Tanzbarkeit oder billige Genre-Copy-Paste-Hascherei ist dies der gelungenste Remix in einer langen und prominenten Liste anderer Versuche (Diplo, Boy 8 Bit, Sinden, Skream…)
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Der Erfolg von ‘Township Funk’ in so vielen Spielarten kontemporärer Clubmusik führte dann sogar dazu, dass der Spiegel mal wieder einen brandheißen Trend entdeckt hatte. Wenn das deutsche Leitmedium unter dem Titel ‘Der Süden hilft den Müden’ global-kulturelle Musikphänomene untersucht, dann sollte das zu Denken geben. Wer benennt hier wessen Leben als roh, exotisch und authentisch mit dem Weitblick eines Büros im Spiegel-Hochhaus? Für wessen Unterhaltung und Multi-Kulti-Belesnheit wird hier domestiziert und importiert?
Oder auch: Wer ist hier überhaupt gelangweilt?
Ich jedenfalls nicht. Unter anderem auch wegen der Musik von Radioclit.
Sie leben in einer facettenreichen und inspirierenden Stadt (London) und machen eben auch vielfältige, erfrischende, spannende Musik. Unentdeckte Genres und Künstler bekommen mehr Aufmerksamkeit, alle Samples werden gecleart, die Urheber geben die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Tracks und die globale Clubkultur ist um ein paar gute Musik-Stücke reicher. In ihren Produktionen, ihrer monatlichen Londoner Clubnacht und ihrer Arbeit hinter den Kulissen ist der Antrieb klar erkennbar, finden wir, nämlich die Liebe zur Musik.
Diskussion beendet und hier lieber ein Überblick über das Schaffen von Radioclit:
Furore gemacht hat zum Beispiel letzes Jahr ihr Projekt The Very Best gemeinsam mit Esau Mwamwaya aus Malawi. In diesem Freeload-Mixtape treffen Beatles-Fetzen auf Afro-Pop (die lange Story im exzellenten Spex Feature). Das offizielle Album wird am 14.9. veröffentlich und unter anderem Ezra Koening (Vampire Weekend) und M.I.A. featuren. Pre-Order
Vor kurzem haben sie einen Mix der aus Cape-Verde stammenden Akkordion-lastigen Funaná Musik, gemacht. Get it here.
Und dann sind da noch die Produktionen:
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Santogold feat. M.I.A. und Gerilla Zoe
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Der Club-Hit Secousse vom Oktober letzen Jahres
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Diese Produktion vom Yo Majesty Album erinnert nochmal daran, dass wir uns dann alle am Freitag auf Kampnagel wiedersehen.
Denn genau da war doch was: Du wolltest auch schon Donnerstag Abend (13.8.) in Richtung Jarre-Stadt fahren und zum Konzert der Verrückten Damen aus Tempa gehen.











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