Samstag, 20. Februar 2010

Die beiden Greifvögel im Kopfbereich dieser Webseite, spielen nun bei Mauskontakt ein Geräusch ab.
Der Sound kann durchaus tagesaktuellen Bezug haben (Vielleicht hast du ja heute um 16 Uhr auch schon was vor).
Einige weitere Erneuerungen an dieser Seite sind in den nächsten Tagen zu erwarten.
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Sonntag, 13. Dezember 2009

Moorweide gegenüber vom Bahnhof Dammtor // Freitag 18.12. // 16:30
Aus dem Aufruf dieser Recht auf Stadt Bande:
Wir sind wütend – und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Wir beobachten, wie Gebäude leer stehen, während Parks und Grünflächen für neue Bürokomplexe zubetoniert werden. Wir kennen die Tücken des Wohnungsmarktes und erfahren, dass es immer weniger Sozialwohnungen in Hamburg gibt. Wir sehen, dass teure Prestigeobjekte am Hafenrand wachsen und luxuriöse Eigentumswohnungen in den als besonders attraktiv geltenden Vierteln gebaut werden. Wir sind Zeugen steigender Mieten und verfolgen, wie lang ansässige Familien und Gewerbe verdrängt, Kettengastronomien aufgezogen, Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt und öffentliche und kulturelle Räume beschnitten werden. Schon jetzt müssen viele Menschen ihren Stadtteil verlassen, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.
Deshalb gehen wir auf die Barrikaden gegen die Privatisierung von Stadt und gegen eine Politik, die allein auf die Rendite schielt und unbeirrt weitere prestigeträchtige Großprojekte an Land ziehen will. Wir wollen keine Stadt, die als Unternehmen profitabel am Markt positioniert wird.
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Sonntag, 1. November 2009

“Unter Geiern” ist die Persiflage einer Hamburg Marketing Broschüre. Auf 24 Seiten wird einiges davon zusammengefasst, was in Hamburg momentan verkehrt läuft.
Seit der ‘Recht auf Stadt’ Gala im Übel & Gef am Freitag im Umlauf in einer Auflage von 10.000 Stück.
Herunterzuladen als pdf auch hier.

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Samstag, 31. Oktober 2009

Vor drei Wochen verschickte die NO BNQ Initiative einen offen Brief an zuständige Ämter und einige Lokalpolitiker. (entsprechender Beitrag hier). Nun lädt die Iniative zur Tagung des Bauausschusses ein:
“Die Baugenehmigung — und damit die weitere Entwicklung der Straße und
des Stadtteils — steht auf der Tagesordnung.
Da wollen wir dabei sein.
Und Euch dabei haben.
Kommt alle!
Treffpunkt am 4.11.
17:30 Uhr
Klosterwall 8 (gegenüber der “Markthalle”)
Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung!
Die Interessengemeinschaft NO BNQ”
via: Es regnet Kaviar Mailinglist (hier eintragen und vom Anti-Gentrification-Nnetzwerk bestens informiert werden)

Abbildung: Schlachtengemälde von Kristofs Sèfers. Feierliche Vernissage war im Mai auf den Treppen des Strafjustizgebäude (ausführlicher Bericht hier)
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Samstag, 8. August 2009

Rocko Schamoni beschreibt sehr treffend – aus seinem subkulturellen Hohepriester-Jagdsitz aka. dem Dachgeschoss des Golden Pudel Club heraus - welchem Tier der Stadteil Sankt Pauli immer stärker ähnelt:
“Sankt Pauli ist die Abmelkzentrale Hamburgs”. (Nutz-Kuh)
In die Ecke gedrängt von Verdränungs- und Stadtentwicklungsprozessen à la Brauquatier, SAGA-Wohnungsvergabepolitik, Tanzende Türme und Schlagermove kann man sich schon machmal machtlos fühlen, doch da bietet nun das Abwertungskit die Möglichkeit endlich wieder selber etwas zu bewirken:
Der beste Humor hat ja oft einen ernsten Hintergrund. Und so läuft dieser schöne Beitrag als Vorfilm zu ‘Empire St. Pauli’. Der liebevoll gemachte und nur-ein-bißchen-polemisierende Film, der den Gentrifizierungs-Prozess in Sankt Pauli gründlich dokumentiert, bietet einige erhellende Einsichten, wie das obige Schamoni Zitat. Lohnt sich definitiv anzugucken, wenn noch nicht getan (Vorführungstermine).
Der Druck im Euter in Sankt Pauli ist nun besonders stark, oder wie es der Hotelmanager des Riverside nennt: “Es handelt sich um eine Sahne-Lage”. Aber eigentlich ist das was dort stattfindet nur ein anschlauliches Beispiel für die Mechanismen von Gentrifikationsprozesse allgemein. Der städtische und privat-wirtschaftliche Trieb zur Zitze wird dabei stets von einem bestimmten ‘Flair’ getrieben: ’sündige Reeperbahn’ (St. Pauli), ‘Alternativ-Szene’ (Schanze), ’studentische 68er Besetzer’ (Eppendorf / 1970er Jahre), ‘Multi-Kulti-Authentizität’ (Wilhelmsburg / Zukunft / ‘vielleicht’). Als Beispiel für die lebendige und aufregende Unterhaltungskultur der Reeperbahn verweist man im Riverside Hotel dann auch sehr gerne auf die Kneipe ‘Scharfe Ecke’ direkt gegenüber der Lobby. Domestizierte Authentizität, die in den Reiseführer passt und nicht zu weit entfernt von der eigenen Rezeption ist. Wirklich aufregend.
Wen jetzt noch nicht die digitale Unruhe gepackt hat (ja ich weiß Blog Beiträge gehören kürzer und mit mehr Fotos), dem erzählen wir noch was das mit Kulturmachern wie dem Haus 73 zu tun hat und fassen die recht erbitterte Diskussion der letzten Wochen zwischen Pferdestall GmbH (Betreiber u.a. des Haus 73) und Centro Sociale zusammen.
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